Singapur ist neu, sauber, glänzend und wirkt teilweise wie eine Filmkulisse für uns. Kaugummi kauen kann mit einer Haftstrafe geahndet werden, homosexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit, die Prügelstrafe nach sich ziehen. Es ist spannend zu sehen, jedoch fehlt uns teilweise der Charakter der Stadt. Vieles wirkt unecht und künstlich angelegt. Futuristisch, aber auch absurd. Nach drei Nächten freuen wir uns auf unseren Weiterflug nach Myanmar (ehemals Burma). Anna Elise, eine gute Freundin aus Deutschland begleitet uns ein paar Wochen, um anschließend alleine weiter zu Reisen.

Als wir in der wunderschönen Region um Hpa-an im Süden Myanmars ankommen, sind wir schnell begeistert. Sattgrüne Reisfelder umringen dicht bewachsene Berge und Felsen. Pagoden ragen mit ihren goldenen Spitzen überall aus dem Grün. Ein Führer meint: „Egal in welche Richtung du mit dem Finger zeigst, dort steht eine Pagode“. Reisbauern ziehen über ihre Felder, Kinder spielen lachend auf der Straße. Wir machen uns am nächsten Tag um 4Uhr morgens auf den Weg auf den Berg Zwekabin. 800 Höhenmeter und ein mäßig ausgebauter Weg liegen im Dunkeln vor uns. Der Aufstieg ist anstrengend, als wir die Spitze jedoch nach zwei Stunden zu den ersten Sonnenstrahlen erreichen, sind wir von Glücksgefühlen durchflutet. Familien, Kinder und Mönche sind zum morgendlichen Gebet auf dem Tempel der Bergspitze. Die Menschen möchten Fotos mit uns machen, strahlen uns an und heißen uns herzlich Willkommen. Die Offenheit gegenüber uns Fremden berührt uns. Wir setzen uns und schauen der Sonne weiter beim Aufgehen zu. Der Ort hat etwas Magisches und wir drei genießen die Energie.

Besuchte Orte:
Singapur
Yangon
Hpa An

10 Kommentare

  1. Die Nächte sind in Singapur das Beste,
    die fast krankhafte Sauberkeit das Letzte.
    Viele Menschen lieben die Retortenstadt,
    ihr hattet sie nach drei Tagen bereits satt.
    Auch ich bevorzuge die Szenen in der Natur:
    Menschenarbeit ist immer noch eine Schur.
    In den Tempeln die Energie zu erfahren,
    den Berg hoch zulaufen und nicht zu fahren.
    Es sind die Eindrücke, die ewig haften,
    die Erinnerung an Menschen, die mit euch lachten.

  2. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen von Myanmar, das muss echt ein beeindruckendes Erlebnis gewesen sein auf dem Berg den Sonnenaufgang zu erleben. Und die kleinen Menschen dort, echt krass, wenn der Freddy daneben steht. Ich wünsche euch weiterhin eine spannende und schöne Weiterreise 🙂

  3. Das sind wieder sehr schöne Aufnahmen und Eindrücke von eurer Reise. Ich war echt erstaunt, wie klein die Leute sind- Freddy wirkt da schon wie ein Riese. Das hat was von Gulliver`s Reisen. Aber die Menschen strahlen eine Herzlichkeit aus- sehr bewundernswert. 🙂 . Genießt diese Eindrücke.

  4. Hallo Laura, hallo Frederik,
    euch bisher unbekannt, aber auch selbst gerne unterwegs auf dieser so vielschichtigen, manchmal anstrengenden, häufig bezaubernden, immer bereichernden Welt, verfolgen wir seit einigen Monaten eure beeindruckende Tour um den blauen Planeten.
    Der Vätergeneration von Karlheinz angehörend, in deren Jugend der Aufbruch kreuz und quer durch Europa schon ein schwieriges, grenzwertiges Unterfangen war, denen sich erst im etwas reiferen Alter die Möglichkeiten zur Erkundung der weiteren Welt öffnete, bewundern wir eure Unternehmung und die sich in Fülle bietenden Möglichkeiten der Wahrnehmung und der Kontakte.
    Vielleicht stimmt ihr uns zu – wie Andreas Altmann es formulierte – dass Reisen als Zustand zu begreifen ist, der wie Leben, einmalig ist. „Ein Zustand der Gefühle zumutet, die anstrengen und wenn gemeistert reich machen. Reicher allemal in Kopf, im Herzen, tief im Bauch“.
    Wir freuen uns auf weitere imposante Eindrücke und anregende Inspirationen und wünschen euch weiterhin phantastische Touren unter netten Menschen, dass ihr um Vieles reicher im alten, euch vielleicht jetzt ein wenig verkrustet erscheinenden, Europa landet
    Elfi und Walter

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