Antonia und Victorio kommen uns nochmal besuchen und wir freuen uns riesig auf die Beiden. Wir treffen uns in Bangkok, um dann gemeinsam über Kambodscha nach Vietnam zu reisen. Kambodscha bietet viele Highlights. Eine wunderschöne Natur, freundliche Menschen und tolle Strände. Vor allem die Ruinen von Angkor Wat sind bekannt und für viele Touristen ein Grund in das flächenmäßig etwa halb so große Land wie Deutschland, zu reisen.

In der Hauptstadt, Phnom Penh, möchten wir mehr über die Geschichte des Landes erfahren und planen einen Besuch der sogenannten „Killing Fields“. Der Name lässt bereits vermuten, dass an diesem Ort keine positiven Ereignisse stattfanden. Wir erhalten am Eingang einen Audioguide und können selbständig durch die Gedenkstätte schlendern. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Parkanlage; ein kleiner See, viele Bäume.  Die Sonne scheint und obwohl einige Besucher da sind, ist es sehr still. Über die Kopfhörer lauschen wir den Erzählungen von Mitwirkenden, Opfern, Familienangehörigen und auch Tätern. Die Erzählungen und auch der Ort selbst, lassen uns schnell eine tiefe Betroffenheit spüren. Es ist nicht unsere eigene Geschichte, aber doch lässt sie uns an diesem Tag Tränen in die Augen steigen. Unter der Armee der roten Khmer sind zwischen 1975 und 1979 über 3 Millionen Menschen in Kambodscha gefoltert und/oder umgebracht worden. Dies entsprach zu diesem Zeitpunkt, mehr als einem Drittel der Bevölkerung. Mit welcher Grausamkeit Menschen an diesen Orten umkamen und mit wie wenig Gerechtigkeit dies juristisch verfolgt wurde, erschüttert uns.

Es erschien uns falsch an diesem Ort Bilder oder Videos aufzunehmen. Neben allen wundervollen Momenten, die wir in Kambodscha erlebt haben, war dies ein schwermütiger Tag. Und doch möchten wir ihn schriftlich festhalten, denn er hat uns bewegt.

Besuchte Orte:

  • Bangkok
  • Siem Reap
  • Phnom Penh

5 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei,
    bei den gelben Fahrrädern habe ich gleich an den schönen Ausflug und die tollen Erinnerungen an unsere gemeinsame Reise gedacht ;-). Auch euer neuer Beitrag ist wieder sehr gut gelungen, auch wenn das Land durch Kriege sehr gelitten hat und die Wunden auch heute noch nachwirken. Ich fand es auch beeindruckend, wie ihr eure persönliche Stimmung an diesen geschichtsträchtigen Orten beschrieben habt- und die Erinnerung und persönlichen Eindrücke kann euch keiner nehmen. Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Reise mit schönen Eindrücken und Erinnerungen. Mit meinen Gedanken bin ich bei euch.

  2. Schön, daß ihr dieser grauenvollen Zeit gedenkt. Eure Eltern und ich hatten die Nachrichten davon täglich gehört als wir Schüler und Studenten waren.
    *********
    Mein Sohn Matthias war für 14 Tage zur Jahreswende 2014/15 mit einem Freund nach ehem. Saigon geflogen, um mit dem Bus bis Bangkok zu fahren.
    https://www.youtube.com/watch?v=-rPyUzFbXkI
    Es war sehr interessant, aber nicht nochmal. Denke, 14 Tage waren auch zu kurz.

  3. Liebe Laura und lieber Freddy, wieder ein gelungenes und beeindruckendes Video mit tollen Aufnahmen, einfach Super!!! Das Leben ist und war kein Ponyhof, wie es uns in den Geschichten von vielen Kriegen zeigt, Menschen können leider so grausam sein. Eine Antwort auf das Warum um diese Geschehnisse zu begreifen und zu verstehen wird es nicht geben, nicht in diesem Leben.
    Um so mehr müssen wir die glücklichen Momente in unseren Herzen festhalten, um den Glauben an die Hoffnung und Liebe nie zu verlieren. Und ihr zwei, Freddy und Laura seht sehr glücklich aus!

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